Eine Woche im Paradies

Vielleicht kennt ihr das Gefühl – lebt man in einem anderen Land eröffnen sich ganz viele neue, nahegelegene Reiseziele, die man unbedingt bereisen möchte. Mir geht es hier in Shanghai so. Wie verlockend ist es, in einen Flieger zu steigen und in knapp 2 Stunden an einem Traumstrand auf den Philippinen zu liegen und eine Kokosnuss zu schlürfen.

 

Aus diesem Grund haben mein Freund und ich die letzte Woche auf den Philippinen verbracht – und wurden nicht enttäuscht. Das genaue Ziel unserer Reise war Northern Palawan - eine Inselgruppe, die noch zum großen Teil frei von Touristen ist. Die Natur, die freundlichen Menschen und das gute Essen machen aus einer Reise dorthin eine versprochen unvergessliche Zeit!

 

Philippinen, Northern-Palawan

 

Unsere Reise begann in Coron, einem kleinen Ort, der für seine Tauchspots bekannt ist. Um die Inselgruppen liegen um die 40 Schiffswracks aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Der Ort wurde leider von dem Taifun Yolander nicht verschont – was zum Teil noch an umgewehten Bambushütten und den beschädigten Riffen zu sehen ist. In Coron haben wir eine Nacht im Sophia's Garden Resort mit nur 10 Zimmern verbracht, was einem das Gefühl gab, dass einem das Restaurant und der Außenbereich, mit Hängematten und Pool, alleine zur Verfügung stand.

Am Sonntagmorgen um acht startete dann das wirkliche Abenteuer – 5 Tage abgeschnitten von der Welt - ohne Internet oder Handynetz, die meisten Tage sogar komplett ohne Strom und fließend Wasser. Wir hatten eine Inselsafari mit TAO Philippines gebucht.

 

Mit 20 Leuten ging es auf ein Boot, das uns 5 Tage lang zu abgelegenen Buchten,  Stränden wie aus dem Bilderbuch und zu traumhaften Schnorchel Spots bringen sollte. Und genau das geschah! Wir verloren die Zeit völlig aus den Augen, aßen, wenn wir hungrig waren (oder wenn uns das Team frisch gefangenen Fisch und selbst angepflanztes Gemüse aus dem nächsten Fischerdorf servierte) und schliefen, wenn wir müde waren.

Jede Nacht verbrachten wir in einem anderen Basecamp – manche Nächte in kleinen Beachhuts am Strand (der Sonnenaufgang ist unvergesslich – obwohl er um sechs Uhr  früh war), eine andere in einem Dschungelcamp mit Lagerfeuer und wieder eine andere in Strandhütten am Strand nahe eines Fischerdorfes.  Wir machten eine Dschungelwanderung (ich in FlipFlops und Blumenkleid, da ich nichts anderes dabei hatte), grillten am Strand und aßen unser Frühstück aus Kokosnüssen.

 

Die Insel-Safari endete in El Nido – ein Ort im südlichen Teil von Northern-Palawan. Hier verbrachten wir zwei viel zu kurze Tage in einem Hotel mit dem Namen Entalula (ich finde der Name sagt schon alles), in dem man in eigenen Beachhütten schläft.

Das beste Mittel das Umland von El Nido zu erkunden ist das Motorrad. Bei einer Motorradtour über wackelige Pisten sieht man Bauern auf ihren Feldern, Frauen mit ihren Kindern, die Gemüse anpflanzen und Kinder, die winkend an der Straße stehen, wenn du auf dem Motorrad vorbeisaust.

Unser Highlight war der Stop am Nacpan Beach circa 1 ½ Stunden von El Nido entfernt: Weisser Sand, wohin das Auge reicht, Palmen, die wie gemalt aussehen und ein Restaurant (mit Hängematten), das die leckersten Bananen- Pancakes serviert. Und das Unglaubliche daran: maximal 20 Leute so weit das Auge reicht!

 

Wir waren im Paradies – und kommen auf jeden Fall wieder!

 

Eure Britta

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